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Absolut notwendig

Entwurmungen

Infektionen mit Spul- und Hakenwürmern kommen sowohl bei Welpen als auch bei erwachsenen Hunden und Katzen vor.

Bei erwachsenen Tieren führt ihr Befall selten zu klinischen Beschwerden, bei Welpen hingegen können Würmer schwere Erkrankungen hervorrufen.

Hundewelpen können bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch infiziert werden. Bei Katzenwelpen ist die Infektion über die Muttermilch möglich.

Darüber hinaus stellen Spul-, Hakenwürmer und Bandwürmer ein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar.
Die Infektion des Menschen findet meist über die orale Aufnahme von Wurmeiern oder Proglottiden statt, die die Tiere im Fell tragen oder mit dem Kot ausscheiden.
Nach oraler Aufnahme von Spulwurmeiern durch den Menschen kommt es zu einer Wanderung von Larven durch den menschlichen Körper. Werden dabei Nervenbahnen, Auge oder Gehirn befallen, kann es zu schweren gesundheitlichen Störungen kommen.
Eine Infektion mit Bandwürmern (Echinokokkose) kann beim Menschen tödliche Folgen haben.

Um Tier und Tierbesitzer ausreichend zu schützen, werden folgende Entwurmungsfrequenzen empfohlen:

  • Hundewelpen sollten ab der 2. Lebenswoche entwurmt werden. Danach wird die Behandlung in 2-wöchigen Abständen bis 2 Wochen nach dem Absetzen wiederholt.
  • Katzenwelpen sollten (bei vorliegendem Toxocara-Befall der Kätzin) ab einem Alter von 3 Wochen entwurmt werden. Auch hier werden die Wurmkuren in 2-wöchigen Abständen bis 2 Wochen nach dem Absetzen wiederholt.
  • Säugende Hündinnen und Kätzinnen sollen gleichzeitig mit der ersten Behandlung der Welpen entwurmt werden.
  • Bis zum Alter von 6 Monaten werden heranwachsende Hunde und Katzen in monatlichen Abständen entwurmt.
  • Bei erwachsenen Hunden und Katzen (Freigänger) sind mindestens 4 Entwurmungsbehandlungen pro Jahr notwendig!
  • Eine ein-, zwei- oder dreimalige Entwurmung/Jahr besitzt keine ausreichende Wirkung!
  • Eine monatliche Entwurmung ist in bestimmten Einzelfällen sinnvoll z.B. bei engem Kontakt zu Kleinkindern oder bei Jagdhunden.
  • Wohnungskatzen sollen 1-2x jährlich entwurmt werden.

WICHTIG: Die optische Beurteilung des Kotes lässt keine Rückschlüsse auf die An- oder Abwesenheit von Endoparasiten zu, da im Hund oder der Katze lebende Würmer mikroskopisch kleine Eier oder Larven ausscheiden und diese mit dem bloßen Auge NICHT erkennbar sind!!! Zur Diagnose eines Wurmbefalls ist eine parasitologische Laboruntersuchung unerlässlich.
Leider ist diese aber nur im positiven Fall beweisend. Ein negatives Ergebnis lässt 2 verschiedene Schlussfolgerungen zu: Einerseits kann das Tier tatsächlich frei von Parasiten sein, andererseits ist es auch möglich, dass nur in der untersuchten Probe keine Parasitenstadien zu finden waren, im Hund oder in der Katze aber doch Parasiten leben.
Deswegen hat sich die routinemäßige Wurmkur OHNE vorherige parasitologische Untersuchung als Prophylaxemaßnahme durchgesetzt.